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Rehgulasch mit Semmelknödel und Rotkraut – Wilde Weihnachten

von Alex

Winterzeit ist Wildzeit. In vielen Weihnachtsmenüs tauchen plötzlich Fleischsorten auf, die man unter dem Jahr gar nicht so oft am Teller hat. Ich habe mein Rehgulasch mit Semmelknödel schon auf Anfang Dezember gelegt, da schmeckt es bereits gut 🙂 Mit den passenden Begleitern ist es ohnehin unschlagbar. Nette Notiz am Rande: laut Wikipedia gehören folgende Tiere zu den natürlichen Fressfeinden des Rehs: Steinadler (wow, muss ja ein ordentlicher Falter sein), Wildkatze, Wildschwein (ok?), Haushund, Rotfuchs, Wolf und der VIELFRAß – kein Scherz. Das Tier gibt es wirklich und es kommt nicht mein Portraitfoto wenn man auf den Link klickt 😉

Das Rehgulasch mit Semmelknödel und dem Rotkraut ist ein ideales Essen für alle die gerne Vorbereiten und den Abend dann in aller Ruhe mit den Gästen verbringen wollen. Man sollte dabei nur darauf achten das Fleisch nicht zu sehr zu zerkochen. Selbst die Knödel kann man perfekt vorbereiten. Und ich habe ja sogar gehört, dass der Eine oder Andere beim Rotkraut schummelt. Kenn da aber niemanden …

Rehgulasch mit Semmelknödel und Rotkraut ist eine perfektes Gericht in der kalten Jahreszeit. Toll zum vorbereiten und einfach in der Zubereitung
Rehgulasch mit Semmelknödel und Rotkraut

Rehgulasch mit Semmelknödel und Rotkraut

Winterzeit ist Wildzeit. In vielen Weihnachtsmenüs tauchen plötzlich Fleischsorten auf, die man unter dem Jahr… Drucken
Personen: 4 Vorbereitung: Kochen:
Bewertung 4.8/5
( 5 Bewertet )

Zutaten

  • 1 kg Rehgulasch (Fleisch aus der Schulter oder Keule in 4 cm Würfel geschnitten)
  • 1 Karotte
  • 150 g Knollensellerie
  • 2 Zwiebeln
  • 1 TL Staubzucker
  • 1 EL Tomatenmark
  • 300 ml Rotwein
  • Rapsöl
  • 1 l Geflügelbrühe
  • 1 Msp. Kakaopulver
  • 1 Msp. Zimtpulver
  • 1 Msp. gemahlener Koriander
  • 1 Msp. Vanillepulver
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • 4 gemörserte Wacholderbeeren
  • 4 gemörserte Pimentkugeln (? sagt man so ?)
  • 1 Scheibe frischen Ingwer
  • 1 Scheibe Bio-Orangenschale
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Zartbitterschokolade
  • 1 EL Preiselbeermarmelade
  • 1 EL Aceto Balsamico (den dicken alten, nicht den dünnflüssigen aggressiven)
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 250 g harte Weißbrotwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 80 g Butter
  • 2 EL frische gehackte Petersilie
  • 250 ml Milch
  • 3 Eier
  • 100 g Mehl
  • Muskatnuss
  • TK-Rotkraut (shame on me – aber ich liebe die Weihnachtsedition vom Captain)

Rezept

Prinzipiell ist zu empfehlen das Rehgulasch bereits am Vortag zuzubereiten damit sich der Geschmack besser entfalten kann.

  1. Das Fleisch kurz mit kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen.
  2. Die Karotte, die Zwiebeln und das benötigte Stück Sellerie schälen und in feine Würfel schneiden.
  3. In einem großen Topf und einer Pfanne jeweils etwas Öl erhitzen. In der Pfanne die Gemüsewürfel anrösten. In dem Topf die Rehstücke von allen Seiten bei mittlerer Hitze kurz anbraten. Das Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.
  4. In dem leeren Topf nun mit Hilfe einer Siebes den Staubzucker verteilen und hell karamellisieren lassen. Das Tomatenmark darin dann anbraten und mit 100 ml des Rotweins ablöschen. Dies nun zu einer sämigen Sauce einreduzieren lassen. Wieder mit 100 ml Rotwein aufgießen und wieder einreduzieren lassen. Dann nochmal abschließend mit den restlichen 100 ml Rotwein aufgießen und wieder sämig einköcheln lassen.
  5. Nun das Gemüse und die Rehwürfel zugeben und alles kurz verrühren. Mit der Hühnerbrühe aufgießen und zum Köcheln bringen. Das Gulasch sollte nun rund 1,5 – 2 Stunden knapp unter dem Siedepunkte schmoren.
  6. Sollte man das Gulasch nicht am Vortag zubereiten, so wäre es nun an der Zeit sich um die Semmelknödel zu kümmern.
  7. Dafür eine Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel und die Petersilie zugeben und unter rühren glasig anschwitzen.
  8. In einer Schüssel die Eier und die Milch verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  9. In eine andere (große) Schüssel die Semmelwürfel geben, mit der Zwiebel-Butter-Mischung übergießen und vorsichtig vermischen.
  10. Dann die Eiermilch über die Semmelwürfel gießen und ebenfalls vorsichtig mit den Händen vermischen. Dabei auch das Mehl einarbeiten. Die Brotwürfel sollen dabei ihre Form behalten und nicht zerquetscht werden. Dies nun für rund 15 Minuten durchziehen lassen.
  11. Aus der Brotmasse nun 8 Semmelknödel formen, dabei darf man ruhig richtig andrücken, da sich die Knödel bei zu sanftem Druck in ihre Einzelteile auflösen beginnen (… Erfahrungswert 🙂 … )
  12. Die Knödel werden dann in einem großen Topf mit heißem Salzwasser (darf nicht kochen) rund 12 Minuten gekocht.Wann das allerdings zu passieren hat hängt natürlich vom eigenen Zeitplan ab (Gulasch bereits am Vortag fertig oder muss noch abgeschlossen werden)
  13. Um das Gulasch nach den 2 Stunden Schmorzeit zu vollenden muss man nun die Rehstücke vorsichtig mit einer Gabel oder Zange herauspicken und in einem Teller aufbewahren.
  14. Die übrig gebliebene Sauce nun durch ein Sieb gießen und die weichen Gemüsestücke durch ebendieses streichen. So erhält man schon die wunderbare Gulaschsauce – herrlich.
  15. Um der Sauce noch mal Geschmack zu geben werden nun die Gewürze (Nelke, Zimt, Vanille, Kakao, Koriander, Piment, Wacholder) mit einem Mörser zerkleinert. Die entstandene Gewürzmischung nun zur Sauce geben, der Ingwer, die Orangenschale und die 2 Knoblauchzehen (geschält und mit dem Messer angedrückt) kommen ebenfalls hinein. Diese 3 Zutaten kommen allerdings nach rund 5 Minuten wieder aus der Sauce, sie sollen nur ihr Aroma abgeben.
  16. Eine fruchtige Note erhält die Sauce noch durch die Zugabe von Preiselbeermarmelade. Mit Balsamico, Zartbitterschokolade, Salz und Pfeffer final abschmecken und fertig. Das Fleisch wieder zurück in die Sauce legen und auf das große Essen warten.
  17. Das Rehgulasch dann mit den fertigen Semmelknödel und dem Rotkraut servieren.
Rehgulasch mit Semmelknödel und Rotkraut
Rehgulasch mit Semmelknödel und Rotkraut

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6 Kommentare

Sylvia 4. Dezember 2012 - 14:44

Ich bin kein ganz so großer Wild-Fan, aber dafür mein Freund. Ich nehm dann einfach Semmelknödel, Rotkraut und Sauce… 🙂

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Jagdhof 5. Dezember 2012 - 08:12

Das liest sich als wäre es viel Arbeit die sich aber lohnt, für die Feiertage haben wir schon was anderes geplant aber im JAnuar werden wirs wohl mal nachkochen.

Reply
barcalex 5. Dezember 2012 - 08:44

@Sylvia: Das nenn ich doch mal sinnvolle Arbeitsteilung 🙂
@Jagdhof: sollte im Jänner immer noch schmecken 🙂

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Martin 28. Dezember 2012 - 18:30

Alex! Ich hab das Rehgulasch und die Semmelknödel nach Deinen Rezepten gemacht. Beides Premiere und beides war sensationell gut. Besonders das butterzarte Rehgulasch (danke an den Metzger meines Vetrauens auch) hab ich noch nirgends besser gegessen und die Sauce war vom allerfeinsten. Die Gäste waren vollkommen begeistert. Ich auch 🙂
Zu den Semmelknödeln: Eine Freundin von mir aus Bayern, passionierte Köchin von Beruf, meinte vorher zu mir, ich müsse den Knödelteig „unbedingt“ mit warmer Milch zubereiten. Hab ich gemacht.
PS: Es wäre noch nett, wenn man nach Falscheingabe des Capture-Codes automatisch zur Seite zurück kommt, wo man den Code eingeben muss. Das geht zur Zeit nur „zu Fuß“.

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barcalex 28. Dezember 2012 - 19:01

So ein Feedback bekommt man doch gerne: Lob bezüglich Gulasch, Anmerkungen bezüglich warmer Milch und auch noch einen „Fehler“ aufgedeckt … danke Martin!

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Weihnachtsessen 2018 - 5 Gänge zum Spielen - AlleKochen.com 26. Dezember 2018 - 13:14

[…] Um bei den Klassikern zu bleiben sind wir nach Ungarn. Irgendwie. Und was ist klassischer als ein Rehgulasch. Mit Serviettenknödel und Rotweinbirne. Mein Rezept war erprobt. Aber den Anfang habe ich wo anders her. Mit „Hälfte Reh – Hälfte […]

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