How to … Pilze einfrieren

Dieser Sommer war ja irgendwie ein Griff ins Klo. Die Sonne war nie dort wo sie sein sollte – dafür umso mehr Regen. Ziemlich blöde Vorraussetzungen fürs Schwimmbad. Umso bessere Vorraussetzungen für Pilze. Da bin dann sogar ich im Wald und trainiere für Ostern – suchend und suchend und … findend! Einige Steinpilze und Pfifferlinge sind mir ins Netz gegangen. Beifang waren herrliche Moosbeeren (=Heidelbeeren). Aber was tun mit dem ganzen Zeug? Jeden Tag Pilze essen ist mir auch zu viel. Die Antwort liegt auf der Hand: Pilze einfrieren. Ja, auch Pilze kann man ganz einfach einfrieren. Man sollte nur ein paar Dinge beachten.

Die Grösse ist entscheidend

Am Besten eigenen sich junge, feste Pilze zum Einfrieren. Je größer die Pilze desto wichtiger ist es sie ordentlich zu zerkleinern. Erstens hilft das beim Portionieren aber verbessert auch das Auftau-Ergebnis. Das mag zwar mehr arbeit vor dem Pilze einfrieren sein, spätestens beim Pilze auftauen wird man aber glücklich sein.

Putzen, putzen, putzen

Die Pilze zu säubern bevor sie eingefroren werden klingt mehr als logisch. Erstens möchte man sich nach dem Auftauen möglichst nur auf das Essen konzentrieren. Und zudem macht es wenig Sinn Dreck und Sand einzufrieren.

Pilze vorsichtig blanchieren

In leicht gesalzenem Wasser 1-5 Minuten blanchieren. Das ist nicht unbedingt notwendig bei Steinpilzen, Pfifferlingen oder Champignons – aber auf jeden Fall beim Hallimasch. Die Pilze bekommt man am Besten mit einer Schöpfkelle wieder aus dem Wasser. Und vorsicht: die Pilze sollen nicht kochen, das ist kein Rezept für eine Pilzsuppe. Sollte man aber eine große Menge Pilze blanchieren, lohnt auf jeden Fall die Überlegung eine Pilzsuppe mit dem Wasser zu machen. Vorausgesetzt man verwendet für alle Pilze das gleiche Wasser.

Trocken und ohne Luft

Nachdem die Pilze blanchiert wurden, diese auf einem Tuch abtropfenen und in einem gut verschliesbaren Gefrierbeutel einfrieren – ab Besten so viel Luft wie möglich rausdrücken. Es gibt hier recht einfache Vakuumierbeutel die ich auch für andere Sachen sehr empfehlen kann.

Lieber kleine Portionen einfrieren

Wer kennt das nicht: man hat Lust auf eine Portion Spaghetti Bolognese, dich die eingefrorene Menge würde eine mittlere Großfamilie satt machen. Deswegen lieber immer die Gefriermengen nicht zu groß machen, so lassen sich einzelne Portionen besser verwenden. Es ist auch gut, sich vorher Gedanken zu machen was man mit den Pilzen später machen möchte. Bei Steinpilzen ist es sehr beliebt sie in dünne Scheiben zu schneiden und einen Tag auf einem Brett ausgelegt vorzufrieren und dann platzsparend in einen Beutel zu geben.

Kein sanftes Auftauen nötig

Gute Nachrichten: kein langes Auftauen nötig – oder eben gar nicht ratsam! Die Pilze am Besten immer direkt gefroren verwenden, nicht vorher auftauen, so werden sie nur labrig uns leichter verderblich. Am Besten direkt in große Hitze geben (Fett, Brühe, …) – nicht langsam andünsten.

Wie lange sich die Pilze haltbar?

Tiefgefroren sollten sich Pilze bei richtiger Behandlung bis zu einem Jahr ohne größeren Geschmacksverlust halten. Och kann hier natürlich keine Garantie übernehmen, aber das liest man überall und entspricht auch meinen Erfahrungswerten.

Ganz generell gilt hier: In den heutigen Zeiten muss ich leider folgenden Nachsatz schreiben: ich übernehme natürlich keinerlei gesundliche Haftung für meine Tips. Solltet ihr also einen giftigen Pilz einfrieren wird der dadurch nicht ungiftig.

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