Weißkohl

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Weißkohl
Weißkohl

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Weißkohl, auch Weißkraut, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae = Cruciferae) und bildet einen runden, flachrunden oder spitzen, 0,5 kg - 2 kg schweren Kopf mit enganliegenden, weißen, fest oder lockerer übereinander gelagerten Blättern die mit einer feinen, leicht glänzenden Wachsschicht überzogen sind. Der Krautkopf ist botanisch gesehen eine gestauchte Achse mit breiten, sich nicht entfaltenden Blättern - vergleichbar mit einer Knospe.



[Bearbeiten] Geschichte

Weißkraut stammt von dem ursprünglich an den Mittelmeer- bzw. Atlantikküsten vorkommenden Meerkohl ab und war schon in der Antike den Griechen, Römern und Kelten bekannt. Es galt als das Heilmittel schlechthin und wurde in Form von Krautwickeln bei Rheuma, Gicht, Schwellungen und Prellungen eingesetzt. Die Verarbeitung zu Sauerkraut ist wahrscheinlich zumindest genauso lange bekannt und wurde angeblich von den Chinesen erfunden.


Heute wird Weißkraut vor allem in Westeuropa, den Ostseeländern, der ehemaligen Sowjetunion, China, Japan und den USA angebaut.


[Bearbeiten] Inhaltsstoffe

100 g Weißkraut weisen einen Brennwert von 100 kJoule auf und enthalten etwa 91 g Wasser, 1,4 g Eiweiß, 0,2 g Fett, 4 g Kohlenhydrate und 2,5 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 230 mg Kalzium, 0,5 mg Eisen, 13 mg Natrium, 430 mg Vitamin A (RE) und 30 mg Vitamin C enthalten.


Die Besonderheit des Weißkraut ist sein Gehalt an Ascorbigen, einer Vorstufe des Vitamin C, das erst durch Kochen zu Vitamin C umgewandelt wird; bei allen anderen Gemüsesorten geht Vitamin C durch das Garen mehr oder weniger verloren. So war das Weißkraut früher ein wichtiger Lieferant des lebensnotwendigen Vitamins.

[Bearbeiten] Verwendung

Zur Zubereitung werden nach äußerem Waschen die äußeren Blätter sowie die größeren Blattrippen entfernt, der Kopf geviertelt und der Strunk herausgeschnitten. Die Viertel werden im Ganzen oder fein geschnitten gegart. Für Rouladen werden die ganzen Köpfe in kochendes Wasser gegeben, weil sich von gegarten Köpfen die Blätter leichter im Ganzen ablösen lassen. Der milde Krautgeschmack sollte möglichst nicht von allzu viel Gewürzen überlagert werden; ein wenig Kümmel vermindert die blähende Wirkung.


Zur Herstellung von Sauerkraut wird das Weißkraut in dünne Streifen gehobelt und in säurebeständigen Behältern unter schichtweiser Zugabe von Salz eingestampft bis das Kraut im eigenen Saft steht. Danach wird es mit einem feuchten Tuch oder Krautblättern abgedeckt und beschwert, wodurch der Zellsaft als so genannte Lake an die Oberfläche kommt. Nach einigen Tagen Lagerung bei kühler Temperatur beginnt eine Milchsäuregärung, die das Weißkraut zu einem leicht verdaulichen und nährstoffreichen Gemüse umwandelt. Sauerkraut ist vor allem für vegan lebende Menschen wichtig, weil das sonst nur in tierischen Produkten vorkommende Vitamin B 12 sich während der Lagerung durch Gärungsfermentation entwickelt.


[Bearbeiten] Lagerung

Im Gemüsefach bis zu 14 Tagen, in angeschnittener Form sollte er stets in Haushaltsfolie eingeschlagen werden. Von Hüllblättern und dem Wurzelstock befreit lässt er sich in einem kühlen, luftigen Keller auf strohbedeckten Brettern gut lagern. Gesunde Köpfe können dort auch mit den Hüllblättern an den Strünken aufgehängt werden.


[Bearbeiten] Tips & Tricks

  • Die Frische erkennt man an den kräftigen, festen und matt glänzenden Blättern. Weißkohl ist fast immer frisch im Angebot, da es Frühkohl von Mai bis Juni, mittelfrüher Kohl von Juli bis Oktober und späte Sorten von November bis Dezember gibt.
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