Chinakohl

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Chinakohl
Chinakohl

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Chinakohl, auch Pekingkohl oder Selleriekohl, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae = Cruciferae) und ist eine einjährige Pflanze mit je nach Sorte festen, ovalen oder zylindrischem Kopf ohne Strunk, bei dem sich die innen gelben bis goldgelben, außen gelben bis dunkelgrünen Blätter von selbst zu einem lockeren, 700 bis 1500 g schweren Kopf zusammengeschlossen haben. Die Blätter weisen breite, weiße Blattrippen auf, sind an den Enden leicht gekraust und außen meist leicht gewellt.


Chinakohl erinnert an Mangold, seine weißlichen Stiele sind saftig, knackig und von mildem Geschmack. Die Stängel des stark gerippten Chinakohl enden in dunkelgrünen Blättern, die erst kurz vor der Zubereitung gewaschen werden. Die Blätter des Chinakohl sind - im Vergleich zu den Blättern anderer Kohlsorten - erheblich zarter und eignen sich daher bestens für die meist nur kurz und heiß geschwenkten asiatischen Gerichte.


[Bearbeiten] Geschichte

Chinakohl stammt ursprünglich aus der nordchinesischen Provinz Kanton und wird im südostasiatischen Raum - vor allem in China, Japan und Taiwan - seit etwa 1500 Jahren kultiviert. Im 19. Jahrhundert gelangte Chinakohl mit den Eisenbahnarbeitern nach Nordamerika von wo er Anfang des 20. Jahrhunderts auch nach Europa verbreitet wurde. Heute wird Chinakohl in fast allen Ländern der Erde angebaut.


Japankohl ist das Ergebnis intensiver Züchtungsarbeit in Japan, wo es gelungen ist aus altbekannten Kantonerstämmen neue Hybridsorten, den Japankohl, zu züchten. Sie sind schnellwachsender, einheitlicher, gedrungener im Wuchs und auch schmackhafter. Diese Züchtungen haben sich international so weit durchgesetzt, dass im Allgemeinen Sprachgebrauch unter Chinakohl eigentlich Japankohl verstanden wird.


[Bearbeiten] Inhaltsstoffe

100 g Chinakohl weisen einen Brennwert von 55 kJoule auf und enthalten etwa 94 g Wasser, 1,5 g Eiweiß, 0,2 g Fett, 2,2 g Kohlenhydrate und 1 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 105 mg Kalzium, 0,8 mg Eisen, 65 mg Natrium, 300 RE Vitamin A und 45 mg Vitamin C enthalten.


Chinakohl wirkt - wegen seines Gehaltes an Senfölen und Aminosäuren - nicht blähend wie andere Kohlsorten, er ist - besonders in Milch gedämpft - leichter verdaulich, weist nur einen dezenten Kohl-Geruch und -Geschmack auf und bleibt als Salat zubereitet über Stunden noch knackig frisch und behält seine Form.

[Bearbeiten] Verwendung

Gemüse in Suppen und Wok, Salaten, milchsauer fermentiert als Gimchi in Korea und als hakusai-zuke in Japan.


[Bearbeiten] Lagerung

In Folie gewickelt hält der Chinakohl ohne Probleme zwei Wochen im Kühlschrank.


[Bearbeiten] Tips & Tricks

  • Nach dem Entfernen der Außenblätter wird der Chinakohl im Ganzen gewaschen. Frisch und roh schmeckt ist er als Salat oder Rohkost ebenso beliebt wie kurz - seine Garzeit ist wesentlich kürzer als die der übrigen Kohlarten - gedünstet als Gemüse. Auch mit Fett kann beim Garen von Chinakohl sparsamer umgegangen werden.


Chinakohl vorbereiten und schneiden:

  • vom Kohlkopf äußere, unschöne oder trockene Blätter entfernen, das untere Ende mit einem scharfen Messer abschneiden
  • die Blätter ablösen, waschen und - sofern sie nicht für Kohlrouladen im Ganzen verwendet werden - längs halbieren
  • die Blatthälften dann, am besten immer ein paar übereinander gelgt, quer in feine Streifen schneiden; ideal für Wokgerichte
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