Apfel
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Die Äpfel (Malus) bilden eine Gattung in der Unterfamilie der Kernobstgewächse (Maloideae) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst etwa 40 bis 55 Arten laubwerfender Bäume und Sträucher aus Wäldern und Dickichten der nördlichen gemäßigten Zone in Europa, Asien und Nordamerika, aus denen auch eine große Anzahl an oft schwer unterscheidbaren Hybride hervorgegangen ist.
Die weltweit mit Abstand bekannteste und wirtschaftlich sehr bedeutende Art ist der Kulturapfel (Malus × domestica). Daneben werden manche aus Ostasien stammende Arten mit nur etwa kirschgroßen Früchten, wie etwa der Japanische Apfel (Malus floribunda), der Kirschapfel (Malus baccata) und Malus × zumi in gemäßigten Klimagebieten als Ziersträucher und -bäume angepflanzt. Nicht zu verwechseln mit den Äpfeln sind die nicht näher verwandten Granatäpfel (Punica granatum).
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[Bearbeiten] Anbau
Der Anbau von Apfelbäumen ist heute eine hochspezialisierte Aufgabe - deshalb bewegt sich der Trend hin zu größeren Obstplantagen. Dies ergibt sich insbesondere durch die Notwendigkeit, teure Maschinen zur Schädlingsbekämpfung anzuschaffen. Die Hauptkrankheiten der Äpfel sind Apfelschorf, Mehltau und Feuerbrand. Zu den Schadinsekten zählen Apfelbaumgespinstmotte, Apfelblattwickler, Apfelblütenstecher, Blattläuse, Grashüpfer, Milben, Apfelsägewespe und Apfelblattsauger. Nagetiere, besonders Wühlmäuse, aber auch Kaninchen können den Bäumen ernsthafte Schäden zufügen, wenn diese Kleinsäuger nicht bekämpft werden.
Beim Apfelanbau werden verschiedene gartenbauliche Methoden angewandt. Eine basiert darauf, Winterdeckfrüchte auf der ganzen Plantage zu säen. Eine weitere Methode beruht auf dem fortwährenden Einsatz von Rindenmulch. Wird dauerhaft Gras gepflanzt, ist zusätzlich Mineraldünger zu verwenden, um so die verbrauchten Nährstoffe zu ersetzen.
Apfelbäume werden vegetativ durch Veredelung oder Knospung vermehrt. Bei dieser Methode wird ein Edelreis (mit Knospe der gewünschten Art) auf eine Unterlage (Stamm eines jungen Baumes) gesetzt. Gelegentlich ist die Unterlage selbst ein vegetativ vermehrter Baum. Die meisten Bäume aber werden auf Heisterwurzelstöcken veredelt. Gleichmäßige Höhen erleichtern das Sprühen und die Ernte. Zwergwuchsformen sind beliebte Unterlagen, wenn das Platzangebot stark begrenzt ist.
Die meisten Apfelsorten benötigen Fremdbestäubung, um ausreichende Fruchtmengen zu liefern. Bestimmte (triploide) Sorten sind aufgrund ihrer genetischen Struktur (dreifacher Chromosomensatz) als Bestäuberpflanzen wertlos. Es müssen daher auf solchen Plantagen zwei diploide Sorten (zweifacher Chromosomensatz) vorhanden sein, die sich gegenseitig und zudem die triploide Sorte bestäuben.
[Bearbeiten] Arten
Die Gattung Malus umfasst etwa 40 bis 55 Arten und einige Hybride; hier eine Auflistung mit Heimatangaben:
| Apfelsorte | Kreuzung aus | erstes Auftauchen |
|---|---|---|
| Golden Delicious/Gelber Köstlicher (GD) | Zufallssämling | 1890 USA |
| Red Delicious/Stark/Roter Köstlicher (RD) | Zufallssämling | 1870 USA |
| Jonathan (JO) | Esopus Spitzenberg × ? | |
| Jonagold | Golden Delicious × JO | 1968 USA |
| Gala | Kidds Orange × GD | 1960 Neuseeland |
| Granny Smith | Zufallssämling | 1868 Australien |
| Elstar | GD × Ingrid-Marie | 1972 Niederlande |
| Braeburn | Zufallssämling | 1953 Braeburn, Neuseeland |
| Cox Orange (CO) | Ripton Pepping × ? | 1825 England |
| Schöner aus Boskoop | Zufallssämling | Boskoop, Niederlande |
| Sommerregent | ||
| Alkmene | Oldenburg | 1930 Müncheberg, Brandenburg |
| Gloster 69 | Glockenapfel × Richared 1951 Jork, Altes Land, Deutschland | |
| Holsteiner Cox]] | CO × ? | um 1920 Eutin, Schleswig-Holstein |
| Idared | JO × Wagnerapfel | |
| Fuji | Ralls Janet × RD | 1939 Japan |
[Bearbeiten] Weitere Apfelsorten
| Apfelsorte | Kreuzung aus | erstes Auftauchen |
|---|---|---|
| Arkcharm | Prima × Hybrid | Arkansas, USA |
| Arlet | Golden Delicious × Idared | 1958 Wädenswil, Schweiz |
| Berlepsch/Goldrenette Freiherr von | Ananasrenette × Ribston Pepping | 1880 Grevenbroich |
| Bramley | 1878 England | |
| Cadel | Jonathan × Golden Delicious | Jugoslawien |
| Cameo) | Golden Delicious und Red Delicious | USA |
| Delbarestivale/Delcorf | GD × John Grimes Golden | 1956 Frankreich |
| Delrouval-Cybele | Delbarestivale × Primerouge | |
| Discovery (Apfel) | unbekannt | England, 1949 |
| Empire (Apfel) | McIntosh x Red Delicious | Cornell University, 1945 |
| Heliodor (Apfel) | Golden Delicious x Topaz | Institut für Experimentelle Botanik Prag |
| Jamba | 1955 Jork, Altes Land, Deutschland | |
| James Grieve | 1880 Edinburgh, Schottland | |
| Iduna (Apfel | Golden Delicious x Glockenapfel | 1971 an der Eidgenössischen Forschungsanstalt Wädenswil |
| Korbiniansapfel | zwischen 1941–1945, KZ Dachau | |
| Mairac | Gala x Maigold | 1986 an der Eidgenössischen Forschungsanstalt Changins |
| Maigold | Fraurotacher × GD | Wädenswil, Schweiz |
| Melrose | Jonathan und Red Delicious | Ohio (USA) |
| Meraner (Apfel) | ||
| Morgenduft | 1820 Ohio, USA | |
| Mutsu (Apfel) (Crispin) | GO × Indo | 1930, Japan |
| Ontarioapfel | Northern Spy × Wagenerapfel | 1820 Ontario (Kanada) |
| Pink Lady | Lady William’s × Golden Delicious | 1973 Australien] |
| Pilot | Clivia × Undine | Dresden-Pillnitz |
| Pinova | Clivia × Golden Delicious|GD | 1986 Dresden-Pillnitz |
| Piros | Helios × Apollo | Dresden-Pillnitz |
| Prime Rouge | ||
| Rubinette | GD × CO | Hauenstein, Rafz/ZH, Schweiz |
| Shampion | Golden Delicious × Cox Orange | 1960er in Tschechien |
| Summerred | Spencer × Sämling Nr. S-4–8 | |
| Steirischer Maschanzker | vor 1800 Österreich | |
| Topaz | Rubin × Vanda | 1984 Prag |
| Undine | frei aufgeblühter Jonathan-Samen | um 1930 |
| Vanda | Tschechien | |
| Weirouge | Zufallssämling | Weihenstephan |
[Bearbeiten] Tips & Tricks
Hat man einen schlechten Atem, soll man zwischen den Mahlzeiten viel Flüssigkeit (keinen Alkohol) trinken oder ab und zu einen Apfel essen oder eine Kaffeebohne zerkauen. Apfel hält Brot, welches in Behältern aus Metall oder Holz ist, länger frisch, wenn man ein Stück Apfel oder geschälte Karottenscheiben zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit hineinlegt. Man kann auch eine angeschnittene Karotte hineinlegen. Ist das Gebäck schon hart geworden, dann die Dose geöffnet mit einen feuchten Tuch belegen


